10.08.2025
4 min

EXTERNE CYBER-SICHERHEIT WIRD STEUERBAR

ANGRIFFSFLÄCHEN WACHSEN, SICHERHEITSWORKLFOWS FEHLEN

Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, ihre externen Angriffsflächen überhaupt zu kennen. Neue Domains, Cloud-Dienste, Testsysteme oder vergessene Altsysteme werden oft ohne zentrale Kontrolle betrieben – und bleiben daher unsichtbar. Ein vollständiges Inventar der extern exponierten IT-Assets existiert in vielen Organisationen schlicht nicht.

Diese fehlende Transparenz bildet den Nährboden für Sicherheitslücken: Was nicht bekannt ist, kann auch nicht geschützt werden. Angreifer hingegen finden solche unbeaufsichtigten Systeme gezielt – oft automatisiert.

Selbst wenn externe Risiken erkannt werden, fehlt es häufig an etablierten Workflows, um sie systematisch zu bewerten und zu bearbeiten. Ohne klare Zuständigkeiten, Priorisierung und dokumentierte Abläufe geraten Alerts ins Leere. Sicherheit bleibt reaktiv – statt Teil eines steuerbaren, nachvollziehbaren Workflows zu sein.

EXTERNE RISIKEN MIT GRAYDAXE

Graydaxe wurde entwickelt, um genau hier anzusetzen: Die Plattform erkennt externe Cyberrisiken in Echtzeit – kontinuierlich und automatisiert. Über das Internet erreichbare Systeme wie Cloud-Ressourcen, veraltete Server, Testumgebungen oder nicht dokumentierte Dienste werden zuverlässig identifiziert und risikobasiert klassifiziert.

Dabei entsteht nicht nur ein vollständiger Überblick über alle extern exponierten Assets, sondern auch eine klare Risikobewertung für jedes einzelne Element – inklusive IP, Port, Schwachstelle und Schweregrad. Unternehmen erhalten damit die Grundlage, um externe Risiken gezielt zu priorisieren und wirksam zu behandeln.

Graydaxe schafft damit den Übergang von punktueller Erkennung zu kontinuierlicher Kontrolle – und macht externe Sicherheit erstmals dauerhaft steuerbar. Graydaxe ist modular aufgebaut: Jedes Modul adressiert einen spezifischen Anwendungsfall im Umgang mit externen Bedrohungen – von klassischem Attack Surface Management über die Erkennung von Markenmissbrauch bis hin zur Auswertung von Schwachstellen und Datenlecks. Unternehmen können gezielt jene Module einsetzen, die ihrem Risikoprofil und ihren Prozessen entsprechen.

GRAYDAXE INTEGRIERT CYBERRISIKEN DIREKT IN POLARION

Erkannte Risiken allein reichen nicht aus – sie müssen auch steuerbar in bestehende Prozesse eingebettet werden. Genau hier setzt die Integration von Graydaxe in Polarion an. Jedes identifizierte Risiko wird automatisch als Alert in Polarion übergeben und dort als Work Item angelegt – inklusive aller relevanten Informationen wie IP-Adresse, Port, Schwachstellenkennung (CVE), Schweregrad und empfohlene Maßnahmen.

Die Anbindung erfolgt über die Polarion REST API. Graydaxe nutzt diese Schnittstelle, um neue Risiken direkt als strukturierte Objekte anzulegen und bei Statusänderungen in beiden Systemen aktuell zu halten. Dabei ist sichergestellt, dass Informationen wie Risikostatus, Zuweisung oder Klassifizierung jederzeit synchron bleiben – sowohl in Polarion als auch in der Graydaxe-Konsole.

Innerhalb von Polarion lassen sich diese Risiken priorisieren, Verantwortlichkeiten zuweisen und im Rahmen bestehender Workflows bearbeiten. Dadurch wird die technische Risikolage mit den realen Prozessen im Produktlebenszyklus verknüpft – ohne Medienbrüche, ohne zusätzliche Tools. Polarion-Dashboards visualisieren Status, Herkunft und Entwicklung der Risiken in Echtzeit. Interaktive Filter ermöglichen gezielte Analysen und unterstützen Teams wie Management bei fundierten Entscheidungen.

Übersicht aller erkannten Risiken im Graydaxe-Projekt in Polarion.

Jedes Risiko, das Graydaxe identifiziert, wird automatisch als Alert übermittelt und als Work Item in einem dedizierten Polarion-Projekt angelegt. Die zentrale Risikoübersicht zeigt Status, Schweregrad, Priorität und Zuweisung – voll integriert in bestehende Workflows.

Interaktives Security-Dashboard mit Drill-Down-Funktionen in Polarion.

Das integrierte Dashboard zeigt alle Graydaxe-Risiken in dynamischer Darstellung – inklusive Filter nach Risikotyp, Quelle, Port oder Schweregrad. Diagramme und Tabellen ermöglichen eine gezielte Auswertung, Trendanalyse und Priorisierung direkt im PLM-System – vollständig interaktiv und transparent für alle Projektbeteiligten.

MEHRWERT DURCH DIE INTEGRATION

Die Integration von Graydaxe in Polarion bringt weit mehr als nur technischen Komfort – sie verankert externe Cybersicherheit direkt in einem strukturierten Workflow-System. Risiken werden nicht isoliert in einem separaten Tool verwaltet, sondern dort sichtbar gemacht, wo Entscheidungen getroffen und Maßnahmen gesteuert werden: in Polarion.

Durch die direkte Zuordnung zu Work Items entstehen klare Verantwortlichkeiten und nachvollziehbare Abläufe. Teams wissen jederzeit, welche Risiken bestehen, wer zuständig ist und in welchem Status sich die Bearbeitung befindet. Damit wird der Sicherheitsprozess messbar, dokumentierbar – und auditfähig.

Gleichzeitig profitieren Unternehmen von konsolidierten Datenflüssen. Statt paralleler Systeme mit manuellem Abgleich werden Informationen automatisch synchronisiert. Statusänderungen in Graydaxe oder Polarion spiegeln sich wechselseitig wider – ohne Medienbrüche oder Zeitverlust.

Auch das Reporting gewinnt: Management und Fachbereiche erhalten Zugriff auf konsolidierte Risikoübersichten direkt im Polarion-Dashboard. Damit wird externe Sicherheit zur durchgängigen Komponente im digitalen Produktlebenszyklus – nachvollziehbar, skalierbar und steuerbar.

André Beran, Juli 2025

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